Woher kommt der Spruch Was du heute kannst besorgen verschiebe nicht auf morgen?

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"Der frühe Vogel fängt den Wurm": Ursprung und Bedeutung

Woher kommt der Spruch Was du heute kannst besorgen verschiebe nicht auf morgen?

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"Der frühe Vogel fängt den Wurm" - diesen Spruch hat dir sicher schon mal jemand an den Kopf geworfen. Was er dir damit sagen wollte, erfährst du jetzt.

"Der frühe Vogel fängt den Wurm": Beispiele

  • Der frühe Vogel fängt den Wurm. Das denkt sich wohl auch der renommierte SPD-Politiker, der sich bereits zwei Jahre vor der nächsten Wahl als Kanzlerkandidat ins Gespräch bringt.
  • Deine Matheprüfung ist zwar erst in einem Monat. Aber du weißt selber, dass du noch einiges nachzuholen hast und unter Druck nicht so gut lernst. Also denk dran: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Fange rechtzeitig an und verschaffe dir einen Vorteil.
  • Morgenstund hat Gold im Mund oder der frühe Vogel fängt den Wurm: Viele Menschen befolgen diese Redewendungen und stehen bereits vor 6 Uhr morgens auf, um in den Tag zu starten.
  • Wer auf Nummer sicher gehen möchte und sich bei der Eröffnung des neuen Elektromarktes die besten Angebote sichern möchte, der verfährt nach dem Motto: Der frühe Vogel fängt den Wurm, und erscheint gleich morgens vor dem offiziellen Verkaufsstart.
  • Thomas klagt, dass er tagsüber immer so wenig schafft und die Tage einfach zu kurz sind: "Der frühe Vogel fängt den Wurm“ – entgegnet ihm seine Mutter. Damit weist sie ihn darauf hin, doch einfach eher aufzustehen, um mehr Zeit zu haben.

"Der frühe Vogel fängt den Wurm": Bedeutung

Die Redewendung besagt, dass jemand, der mit einer Sache rechtzeitig beginnt oder früh an einem Ort erscheint, den Zuschlag bekommt oder das Maximale aus einer Situation herausholen kann. Insbesondere bekommt man einen Vorteil gegenüber Personen, die nicht so schnell ins Handeln kommen.

Übrigens gibt es für alle, die lieber erstmal abwarten wollen, auch eine entsprechende Ergänzung dieser Redewendung. Diese besagt: "Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber erst die zweite Maus kriegt den Käse." Manchmal kann es sich also auch lohnen, erstmal andere die Vorarbeit machen zu lassen, um dann davon zu profitieren.

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"Der frühe Vogel fängt den Wurm": Herkunft

Das Sprichwort "Der frühe Vogel fängt den Wurm“ kommt ursprünglich gar nicht aus Deutschland. Erst seit den 1980er-Jahren sind die meisten Menschen hier damit vertraut. Im Original ("The early bird catches the worm") stammt die Redewendung nämlich aus dem Englischen.

Die Redewendung zielt darauf ab, dass im Morgengrauen für den Vogel die besten Chancen bestehen, einen Wurm zu fangen. Schließlich sind morgens die Böden noch feucht vom Tau, sodass sich der Wurm exzellent bewegen kann.

Bereits 1670 wurde sie zuerst im Buch "A collection of English proverbs“ von John Ray genutzt. Andere ähnliche Redewendungen wie "Morgenstund hat Gold im Mund“ oder "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ sind dagegen in Deutschland schon deutlich länger verbreitet.

Ähnliche oder verwandte Redewendungen:

  • Morgenstund hat Gold im Mund
  • Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen
  • Wer zuerst kommt, mahlt zuerst
  • Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben (gegenteilige Redewendung)

Du interessierst dich für Redewendungen und Sprüche? Wer sein blaues Wunder erleben möchte, der sollte sich fragen, ob das wirklich so eine gute Sache ist. Außerdem erklären wir dir den Wolf im Schafspelz sowie Asche auf mein Haupt. Bei uns findest du die Bedeutung und Herkunft vieler gängiger Redewendungen.

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Heute schon aufgeschoben? Wie sieht es mit Ihren guten Vorsätzen aus? Schon wieder verworfen? Dann sind Sie nicht allein: Die meisten Menschen leiden unter chronischer Aufschieberitis.

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Kämpfe-gegen-die-Prokrastination-Tag

Damit ist jetzt Schluss! Ab heute wird nichts mehr verschoben. Denn: Der 6. September ist der internationale Kämpfe-gegen-die-Prokrastination-Tag, der institutionalisierte Anti-Aufschieberitis-Tag sozusagen. Noch so ein kurioser Aktionstag werden Sie jetzt sagen. Wer ihn als Erster ins Leben gerufen hat, lässt sich nicht mehr feststellen. In den USA wird er als „Fight Procrastination Day“ seit langem begangen. Zusammen mit dem ähnlich gearteten Aktionstag „Be Late for Something Day“ – Verspäte-Dich-Tag – am 5. September.

Aufgehoben ist nicht aufgeschoben“

„Aufgehoben ist nicht aufgeschoben“. Diese Redensart drückt aus, was der Zungenbrecher Prokrastination meint. Was im Augenblick nicht erledigt werden kann, ist keineswegs vergessen, sondern zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden wird. Der Sinnspruch geht auf den um 450 in Rom lebenden Mönch und Kirchenschriftsteller Arnobius der Jüngere zurück. In seinem Kommentar zu den Psalmen findet sich die Sentenz im lateinischen Original: „Quod differtur, non aufertur.“

Trödeln: Das Studentensyndrom

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Berg an Unerledigten wird immer höher

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Warum ist der Mensch ein chronischer Aufschieber?

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Was man gegen die Aufschieberitis tun kann

Erster Schritt: Gutes Zeitmanagement

Damit ein Vorsatz gelingt, ist gutes Zeitmanagement vonnöten. Als größter Feind guter Vorsätze gilt gemeinhin das Aufschieben. Als notwendig oder unangenehm empfundene Aufgaben schiebt man vor sich her anstatt sie sukzessive zu erledigen. Übereifrige verunglimpfen diese Haltung gerne als Aufschieberitis – pure Faulheit als guter Vorsatz getarnt.

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Voraussetzung hierfür ist, dass das Handeln zielgerichtet und man selbst motiviert ist. Generalisierende und schwammige Vorsätze nach dem Motto „Morgen wird alles besser“ kann man gleich vergessen. „Gutta cavat lapidem“ – der stete Tropfen höhlt den Stein –, heißt es beim römischen Dichter Ovid (43 v. Chr.-17 n. Chr.). Anders ausgedrückt: Erst wenn ein Verhalten oft genug und in überschaubaren Schritten wiederholt wird, setzt es sich im Gehirn fest.

Auch sollte man nicht vergessen, sich für kleine Fortschritte zu belohnen. Nichts motiviert so sehr wie Erfolgserlebnisse. Der Kampf gegen die Aufschieberitis setzt Disziplin, Durchhaltevermögen und Mühe voraus. In der Praxis hat es sich bewährt, eine Liste zu erstellen und erledigte Punkte abzuhaken. Das dient der Erfolgskontrolle, motiviert weiterzumachen und hilft, Versuchungen zu widerstehen.

Zum Schluss ein guter Rat des amerikanischen Schriftstellers Thornton Wilder (1897–1975): „Beginne nicht mit einem großen Vorsatz, sondern mit einer kleinen Tat.“

Woher kommt Was du heute kannst besorgen das verschiebe nicht auf morgen?

Bedeutungen: [1] die Erledigung von Dingen sollte man nicht auf den nächsten Tag schieben, da dann vielleicht keine Gelegenheit mehr dazu besteht oder schon wieder anderes im Vordergrund steht, zu dem sich die Pflichten des Vortages noch zusätzlich hinzuaddieren.

Woher kommt die Redewendung?

Herkunft: Diese umgangssprachliche Redensart geht wohl auf die Zeit zurück, als Karl V., ein Spanier, die deutsche Kaiserkrone trug. Die Deutschen lernten erstmals spanische Mode, spanische Sitten und Bräuche kennen und diese kamen ihnen naturgemäß fremdartig und seltsam vor.

Was du heute kannst besorgen Herkunft?

Besonders bekannt sind die Zeilen aus dem Gedicht "Reiters Morgenlied" des schwäbischen Dichters Wilhelm Hauff (1802-1827): "Gestern noch auf stolzen Rossen, / Heute durch die Brust geschossen, / Morgen in das kühle Grab!"

Was du heute kannst besorgen das verschiebe nicht auf morgen Synonym?

Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. - Synonyme bei OpenThesaurus. Assoziationen: Der frühe Vogel fängt den Wurm.